Von der Alu-Trinkflasche zum Akku.

Als begeisterter Mountainbiker und passionierter Sporttaucher ist Michael Lux immer auf der Suche nach gutem Equipment, das dem Gelände und den Gegebenheiten der Unterwasserwelt mühelos standhält. Mit seiner STEPCRAFT D.420 fertigt er daher individuelle Teile, die so auf dem Markt nicht erhältlich sind.


Als die LED vor circa acht Jahren eine rasante Entwicklung durchlebte, erkannte Michael Lux schnell die zahlreichen Vorteile, die das neuartige Leuchtmittel für ihn als Taucher haben könnte. So war die LED nun nicht nur nahezu unkaputtbar, sie benötigte auch nur wenig Energie.

„Ein Taucher braucht vor allem eine Lampe, die effizient ist, sprich: Sie muss mit wenig Strom auskommen, denn Strom ist Gewicht. Aber noch viel wichtiger: Er braucht eine Lampe, die robust ist“, erklärt Michael Lux. Da zum damaligen Zeitpunkt jedoch keine LED-Tauchlampen auf dem Markt erhältlich waren, begann Michael Lux damit, diese eigenständig zu entwickeln und händisch zu fertigen. Seine Ergebnisse veröffentlichte er anschließend im Internet. „Schnell kamen andere Taucher auf mich zu, die das super fanden und natürlich auch gerne eine solche haben wollten. Bald darauf kontaktierten mich dann auch die Tauchlampenbauer, die sagten 'So etwas brauchen wir auch'“, erinnert sich Michael Lux. Die Entwicklung der Prototypen gestaltete sich allerdings sehr zeitintensiv, da er zunächst das Teil im CAD konstruieren musste, bevor es per Datenübertragung in die USA ging. Dort wurde es begutachtet und gefräst, bevor es anschließend wieder an ihn zurückgesandt wurde. Da ein Prototyp jedoch oftmals noch weiter optimiert wird, mussten all diese Schritte für jede neue Version stets wiederholt werden, was den Prozess sehr langwierig machte.

Daher begann der IT-Spezialist im Internet nach einer passenden CNC-Maschine zu recherchieren, die es ihm erlauben würde, Prototypenteile selbstständig vor Ort zu fertigen. „Die Auswahl bei den Hobby-Maschinen war schon damals nicht besonders groß und in dem Bereich war die STEPCRAFT für mich am professionellsten“, erinnert sich Michael Lux und erläutert weiter: „Ich konnte zu STEPCRAFT kommen, die Maschine anschauen und mal ausprobieren. Das habe ich auch genutzt und es war für mich auch ein wichtiger Grund, weshalb ich gerade diese Maschine gekauft habe.“ Doch obwohl die STEPCRAFT 300 von der Größe her eigentlich für seine Tauchlampen ausreichend gewesen wäre, fiel seine Wahl auf die STEPCRAFT 420, denn er wollte später auch in der Lage sein, gegebenenfalls größere Teile zu produzieren. Da Michael Lux ein CNC-Neuling war, nutzte er bereits im Vorfeld neben den STEPCRAFT Youtube-Videos vor allem auch das STEPCRAFT Forum, um sich in die Thematik einzuarbeiten. Hier konnte er sich nicht nur informieren, sondern war sogleich von vielen Tausend Gleichgesinnten umgeben.

Der Aufbau des Desktop-CNC-Systems gestaltete sich somit völlig problemlos und es galt nur noch die Feinjustierung vorzunehmen. Die verschiedenen zu fertigenden Bauteile konstruierte er nun in Autodesk Inventor, das wie Fusion 360 über ein integriertes CAM-Modul verfügt. „Das ist genial, wenn ich kleinere Änderungen an meinem Teil habe. Da brauche ich das CAM-Programm nicht neu zu schreiben, denn mit drei bis vier Mausdrücken wird es automatisch angepasst“, stellt der IT-Spezialist begeistert fest. Mithilfe der Steuerungssoftware Mach3 arbeitet er anschließend die G-Code-Datei auf der CNC-Maschine ab. Auf diese Weise fertigt Michael Lux heutzutage vor allem Kunststoffelemente für seine Tauchlampen, wie bewegliche Komponenten und Gehäuseteile von Handgriffen oder der Lampe an sich.

Doch wenngleich die STEPCRAFT vor allem dazu gedacht war, die Entwicklung der Prototypen zu beschleunigen, sah der passionierte Mountainbiker schnell auch Möglichkeiten, diese im Hobbybereich einzusetzen. „Ich konnte das, was ich haben wollte, nicht auf dem Markt kaufen. Das war bei meinen Tauchlampen so und bei meinem E-Bike war es das Gleiche“, so Michael Lux und gesteht, „entweder sind meine Ansprüche zu hoch oder ich bastele zu gerne“. Da ihm die Leistung, Robustheit und Reichweite der verfügbaren Modelle nicht genügte, entschloss er sich zu einem kompletten Eigenbau eines E-Bikes. „Ich dachte mir, da mach ich etwas Eigenes und das mache ich aber richtig.“ Die Auswahl des Rahmens erfolgte daher nach strengen Kriterien, denn schließlich musste dieser mit allen Komponenten kompatibel sein, die der Mountainbiker vor Augen hatte. „Ich habe alles so im CAD entworfen, wie ich es haben wollte und wie ich mir dachte, so wird es stabil. Dann wurde das Teil auf der Maschine gefräst oder 3D-gedruckt“, erklärt der Hobbybiker.

Mit der STEPCRAFT fertigte er dabei alles, was für die Elektronik erforderlich war. So benötigte er neben einem Kontroller auch einen Akku und eine entsprechende Halterung für diesen. All diese Teile konstruierte und produzierte Michael Lux komplett in Eigenleistung. Dass hierbei vor allem kreative Lösungen gefordert waren, zeigt die Entwicklung des Akkus. „Dieser war einmal eine Alu-Fahrradflasche“, erinnert sich der IT-Spezialist. Die passende Ummantelung konstruierte er am Computer und fertigte diese anschließend mithilfe des 3D-Druckkopfs auf seiner STEPCRAFT 420. Um den Akku nun leicht und sicher am Fahrrad befestigen zu können, entwarf Michael Lux daraufhin noch ein spezielles Aluminium-Stecksystem, und versah sowohl den Akku als auch das Fahrrad selbst mit robusten Schienen an den entsprechenden Stellen. „Das Gelände frisst einfach Material und ich wollte etwas haben, womit ich jahrelang Ruhe habe“, stellt der Mountainbiker fest, „deshalb musste eine stabile Aluminiumschiene her und so etwas gibt es am Markt nicht.“ Die ersten Versionen fertigte der Mountainbiker dabei zunächst noch händisch an, wobei er jedoch stets unzufrieden mit den Ungenauigkeiten war, die sich aus dieser Fertigungsmethode ergaben. „Erst durch die STEPCRAFT 420 bin ich in der Lage, ein Teil so zu fertigen, wie man es auch professionell von der Stange erwarten würde – oder eben noch besser“, so Michael Lux und erklärt weiter: „Ich konnte mein Hobby auf Profilevel heben, was vorher absolut unrealistisch gewesen wäre.“

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